Tour auf die Rotspitze am 20.05.2001

Tour auf die Rotspitze am 20.05.2001

Am Sonntag, den 20.05.2001 hatte ich meine 100. (Einhundertste) "Bergwanderung" in diesem Jahr, wobei ich auch die vielen kleineren Sachen wie Mittag (Immenstadt) und Burgberger Hörnle mitzähle. Mit einem Freund (den traf ich nach 8 km in Sonthofen) radelte ich von Immenstadt ins Retterschwanger Tal. Der Fahrradabstellplatz liegt so zwichen 1030 m und 1050 m über dem Meer, also rund 300 m über meinem Start in Immenstadt, etwa 20 km von Immenstadt entfernt. Dort gings dann zu Fuss übers Häbelesgund auf die Rotspitze, etwa 2035 m über dem Meer.

Bergauf bin ich alleine gestiegen, meinem Freund voraus, um zu trainieren. Mindestens 980 Höhenmeter vom Fahrrad bis zum Gipfel bin ich in etwa 59:20 Minuten gestiegen. Dabei waren auch 3 etwas gefährliche, steile und auch noch hart gefrorene Schneefelder zu queren. Am kritischsten war das mittlere Schneefeld, welches ich links über den Grat umklettern musste. Mein später nachkommender Freund umkletterte es rechts durch steilen, feuchten Fels. Eine andere Gruppe kapitulierte an dieser Stelle und drehte um.

Wie dem auch sei, ich war erst mal alleine auf dem Gipfel. Dort musste ich dann rund 45 Minuten auf meinen Kumpel warten. Da niemand sonst dort oben war und herrlicher Sonnenschein herrschte, zog ich mich aus und machte mit meiner Digitalkamera eine Serie Aktfotos von mir (die werden aus Anstandsgründen hier nicht veröffentlicht).

Als dann später die Zivilisation auch den Gipfel erreichte, war ich wieder sittsam in Schale geworfen (allerdings eher "Minimal-Schale", wie es sich für einen Yeti gehört), und wir machten noch weiter Bergfotos (die meisten Fotos im Abstieg). Aufgrund der gefährlichen nordseitigen Schneefelder im Aufstieg ging es zurück dann über die Südseite, die Haseneck-Alpe unterhalb der bizarren Daumen-Nordwestwand.

Hier stehe ich vor dem Aufstieg im Retterschwanger Tal.
Und hier nun auf dem Gipfel
Oben, unten und links:

Grosse Schneewächten am Ostgrat der Rotspitze im Abstieg, im Hintergrund der Gipfel.

Ich bin hier vorsichtig auf so einer Wächte, das Gewicht auf den sicheren Fels verlagert.
Nun noch ein Blick hinüber auf den Grossen Daumen (2280 m) mit seiner gewaltigen Nordwestwand.
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