Barfuss-Berglauf auf den Mittag am 17.11.2001

Barfuss-Berglauf auf den Mittag bei Immenstadt am 17.11.2001

Ich trainiere ja mit grosser Begeisterung und sehr intensiv Berglauf und ähnliche Berg-, Lauf- und Radsportarten. Wenn ich das ganze auch oft nicht nach dem klügsten System betreibe und leider auch viel zu viel, zu fett und zu vitaminarm esse. Auf jeden Fall steige, walke oder laufe ich Teils alle paar Tage, Teils fast täglich auf einen "kleineren" (500 bis 700 Höhenmeter bergauf) oder manchmal "grösseren" Berg (so 900 bis 1500 Höhenmeter bergauf).

Der "Mittag" über meiner Stadt Immenstadt ist da ein schnell erreichbarer regelmässiger Trainingsberg, ich rechne da grob 690 Höhenmeter, von etwa 730 m über NN an meiner Haustüre bis mindestens 1420 m über NN am Aussichtspunkt knapp unterhalb dem eigentlichen topografischen Gipfel. (Der topografische Mittag-Gipfel ist etwas unzugänglich, deshalb ist der Aussichtspunkt immer mein Ziel.)

Dieses Jahr habe ich mich aber noch für eine spezielle Variante von "Extremsport" entschieden. Mit Faszination betrachte ich schon seit Jahren manche schwarzafrikanische Laufsportler, Sherpas im Himalaya oder auch einen reiferen Bergläufer aus Garmisch-Partenkirchen, den berühmten "Barfussläufer von der Zugspitze". So habe ich mir gedacht, neben dem Sport in normalen Laufschuhen möchte ich intensiv anfangen, auch barfuss Berg- und Laufsport zu trainieren. Es dauerte da Wochen und Monate, in denen ich noch mit grosser Wehleidigkeit an den Füssen zu kämpfen hatte, doch im September kam es dann zu deutlichen Schritten in Richtung Abhärtung.

Jetzt heisst es für mich, dieses Training zu verschärfen und vor allem im Winter nicht zu unterbrechen. Somit stieg ich jetzt am 17.11.2001 (wie schon oft in den letzten Wochen) barfuß die 690 Höhenmeter auf den Mittag, obwohl wir inzwischen schon bis in die Stadt herunter etwas Schnee liegen haben. Meine Laufschuhe befestigte ich am Rucksack, denn bei diesem Schnee reicht mein Trainingsstand noch nicht ganz für den Abstieg zurück, es würden dabei noch gefährliche Erfrierungen drohen. So zog ich auch am 17.11., nach dem Aufstieg und nach dem anschliessenden Foto-Shooting, zum Abstieg wieder Schuhe an.

Begleitet hat mich bei diesem Berglauf ein Bekannter, Björn, ein erheblich besser trainierter Ausdauersportler wie ich es bin, 30 Jahre jung und Lehrer, auch Sportlehrer von Beruf. Ich war für ihn auch etwas Ansporn und so zog auch er nach dem halben Aufstieg seine Schuhe aus und stieg runde 300 Höhenmeter ebenfalls barfuß durch den Schnee. Oben gabs dann erst mal die Foto-Session, dann Bier sowie "Radler" in der Gipfelhütte und schliesslich wieder den Abstieg.

Inzwischen war dieser Text lang genug, dass wohl auch bei Besuchern mit Analog-Internet-Zugang die Bilder geladen sein dürften.

Links: Das Tal von Sonthofen im Hochnebel, dahinter die Hintersteiner Berge
Rechts: Das Tal zwischen Sonthofen und Oberstdorf
Links: Der AllgaeuYeti selber mit Grünten links im Hintergrund
Rechts: "Yeti" mit Hintersteiner Bergen
Oben links und unten: Der AllgaeuYeti in seiner bevorzugten Berglauf-Ausrüstung
Links: Der Rottachberg zwischen Grünten und Kempten versinkt im Hochnebel
Rechts: Immenstädter Tal mit Hauchenberg im Hintergrund
Links: Blaichach und Burgberg unter dem Hochnebel, dahinter der Grünten
Rechts: Rottachberg versinkt im Hochnebel
Links: Grünten