Gletschermerkmale der Eisfelder im Bacherloch

Im Spätsommer 1998

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Da ich behauptet habe, man könnte die Eisfelder, die im Frühherbst 1998 fast vollständig abgeschmolzen sind, als "Gletscher" bezeichnen, will ich diese Behauptung nun anhand einiger Fotos erläutern.
Ein wichtiges Gletschermerkmal ist ein Übereinanderliegen mehrerer Jahresschichten Eis. Um hier die Grössenverhältnisse zu sehen, habe ich das Bild mit mir auf dem Gletscher stehend gewählt.

Unter meinen Füssen kann man deutlich 3 Jahresschichten Eis sehen. Getrennt jeweils durch eine dunkle Schicht aus Gestein und Erdreich, welches im Sommer an der Oberfläche herausschmilzt.

Es geht hier unter meinen Füssen übrigens mehr als 10 Meter in die Tiefe, vielleicht über 14 Meter.

Sehr gut kann man auch hier links 3 Jahresschichten Eis sehen, bei den Eisabbrüchen im Vordergrund sind diese Schichten um fast 90° gekippt.
Interessant an diesem Bild rechts ist die Erkenntnis, dass der Gletscher in einem früheren Sommer ein Loch an der Oberfläche bekommen hat. An den Rändern sieht man noch dunkelgraues "uraltes" Eis. Später hat sich dann das Loch in einem Winter wieder mit viel neuerem Schnee gefüllt, der jetzt zum hellen Eis geworden ist.
Auch Gletscherspalten tragen mit dazu bei, einen Eisklotz als Gletscher bezeichnen zu können.
Nicht ohne ein gewisses Mass an Angst und gehörigem Respekt kauere ich im Bild rechts über der Spalte, mit meinen Stöcken an der gegenüberliegenden Seite gegen das Hineinrutschen gesichert.

Was unter mir aufklaffte war nicht ungefährlich! Es war eine "V"- Spalte die sich nach unten verengte. Würde man da drinnen stecken, könnte man sich kaum noch bewegen und würde ersticken oder erfrieren.

Weiter im Bildvordergrund, also rechts meiner Hock- Position, wandelte sich die Spalte ins "A"- Format. Dort wäre man nicht stecken geblieben, aber über 10 Meter in den Bach gestürzt.

Links nun eindrucksvoll diese Spalte von unten.

Ich stehe mit dem Fotoapparat unter dem "A"- Spalten- Bereich.

Hinten sieht man deutlich den sehr gefährlichen "V"-Bereich, in dem zu stecken nicht sehr ratsam wäre.

Und "last not least" waren Ende August 1998 auch diese bizarren Eishöhlen ein beeindruckendes Gletschermerkmal.

Über meinem Kopf sieht man noch deutlich die dunkle Trennschicht zwischen 2 Jahresschichten Eis.

Unter meinen Füssen ist neben abgestürzten Eisbrocken auch noch eine dicke Lage neuerer Lawinenschnee, der später in die alte Eishöhle eingeflossen ist. Im Winter hat es da gewaltige Lawinen durch diverse Höhlenöffnungen noch weit in die Eishöhle hineingetrieben.

Wie solche Eishöhlen physikalisch entsehen, könnt Ihr auf meiner speziell dafür erstellten Seite "Wie entstehen die Eishöhlen?" nachlesen.

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